31 Inklusive Hochschule

Inklusive Hochschulen

Etwa 19 Prozent aller Studierenden haben nach der jüngsten Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks eine Behinderung oder chronische Krankheit. Durch die inklusive Schullandschaft werden in Zukunft noch mehr junge Leute mit Behinderung Abitur machen – somit wird auch die Zahl der Studierenden mit Behinderung steigen. Hier braucht es Lösungen, damit die oder der Studierende gleichberechtigt teilnehmen kann.

Dazu gehören sowohl technische Hilfsmittel wie die elektronische Tafel oder spezielle Lesegeräte als auch die persönliche Assistenz und Begleitung durch das Studium. Persönliche Assistenten agieren als Schreibkraft, sind Vor- und Aufleser, begleiten auf dem Weg zur Uni und zu Vorlesungen. Hier ist vor allem wichtig, dass Hochschulgebäude barrierefrei zugänglich sind.

EIN PROJEKT-BEISPIEL

Inklusiv studieren: an der Uni in Würzburg

Die Uni Würzburg hat KIS ins Leben gerufen: Die Kontakt- und Informationsstelle für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung, die dort Hilfe, Beratung und Unterstützung erhalten.

Zum Beispiel ist der „Umsetzungsdienst zur sehgeschädigtengerechten Adaption von Studienmaterialien“ ein kostenloses Dienstleistungsangebot von KIS. Für blinde und sehbehinderte Studierende aller Fachbereiche und Fakultäten werden dort Studienmaterialien in Blindenschrift oder in Großdruck umgesetzt, digital erfasst und auf Datenträger abgespeichert.

Die Uni Würzburg ist auch eine legastheniefreundliche Hochschule. So wurde für Studierende die Software ClaroRead angeschafft. Eine multisensorische Softwarelösung für Legastheniker und Menschen mit Lese- bzw. Rechtschreibschwäche. Damit wird den Anwendern ein einfach zu bedienendes, individuell verwendbares Werkzeug zur Verfügung gestellt, welches ihnen das Lesen und Schreiben von Texten erleichtert. Lesen Sie mehr über KIS in diesem Artikel.

< zurück